Auch Bundesblogger Leuenberger ärgert sich über SonntagsZeitung

Die SonntagsZeitung scheint es sich mit den Bloggern verscherzt zu haben. Zum einen sorgte die Reaktion von Redaktor David Baur (hier zu finden: David Bauer und die Diktatur der Masse)auf die Reaktionen von Bloggern auf seinen Artikel von letztem Sonntag erneut für Unmut bei der Blogger-Masse, zum anderen führt der oberste Blogger Bundesrat Moritz Leuenberger seine “Privatfehde” mit der SonntagsZeitung weiter.

Diese bezeichnet laut Leuenberger, das von ihm im Blog veröffentlichte (siehe hier Nicht Bla-Bla-Blogger Moritz Leuenberger kritisiert BlaA, Blick und SoBli) und von der SonntagsZeitung unterdrückte Interview als Medienschelte. Eine Frage hat Leuenberger in seinem Blog nicht veröffentlicht, diese bringt die SonntagsZeitung heute, unterschlägt jedoch die Antwort von Bundesrat Leuenberger. Beides ist nun im Blog zu finden. Leuenberger schreibt:

Die Frage, auf welche sie so stolz ist, lautet:

„Für die Ringier-Presse ist Ihr Entscheid ein Rachakt, weil Roman Kilchsberger Sie auf Energy einmal als „schwulsten Hetero-Promi“ bezeichnet hatte. Sind Sie nachtragend?“

Die Antwort, die ich der Sonntagzeitung damals sandte, veröffentlicht sie jedoch wohlweislich nicht, denn ich schrieb ihr:

„Diese Frage führt ein äusserst primitives Niveau weiter. Ich tue das nicht und erwarte, dass Sie diese Frage aus dem Interview nehmen.“

8 Responses to “Auch Bundesblogger Leuenberger ärgert sich über SonntagsZeitung”

  1. David Bauer und die Diktatur der Masse « Journalistenschredder… Says:

    [...] vorstellen kann, hier die zwei, drei Blogreaktionen auf den jämmerlichen Artikel: [1][2] [3][4][5][6] « [...]

  2. Warum Printmedien Kunden verlieren « beiz 2.0 Says:

    [...] über Blogger Leuenberger, in dem ganz bewusst eine Antwort unterschlagen wird, welche alles in ein etwas anderes Licht taucht. Da frage ich mich dann langsam, aber sicher, ob das auch bei anderen Artikeln so [...]

  3. leu Says:

    Die Frage ist wirklich äusserst dämlich und die Sonntagszeitung hätte eigentlich froh sein können dass BR Leuenberger sie gestrichen hatte. Irgendwie sind die komisch bei der Sonntagszeitung.

  4. Der Schweizer Narr Says:

    Solcher Umgang mit Interviews in den Medien war vermutlich noch nie völlig anders. Aber seit politische Blog existieren, fallen Manipulaitonen, Zensur und Gesinnungskrämerei in der Presse vermehrt auf.
    Für mich war die Medienberichterstattung über den Georgien Krieg und die Fianzkrise der letzte gruslige Beleg über die zunehmende Inkompetenz der kommerziellen Medien, bzw. deren vom Grosskapital gesteuerten Berichterstattung.

  5. Christian Says:

    Jeder, der sich schonmal mit Medien befasst hat weiss, das ein Interview nie genauso abgedruckt wird, wie es eigentlich gesprochen wurde. Die Redakteure wollen Stories, nicht die Wahrheit. Die ist eh relativ… also, was ärgert Ihr Euch? Verzichtet darauf, die Zeitung auch nur anzuschauen und basta.

  6. Patrick Says:

    @christian. wenn die journalisten sauber arbeiten, dann legen sie dem interviewpartner das fertige interview zum gegenlesen vor.

  7. Christian Says:

    und nicht immer sieht dann das Interview in der Zeitung gleich aus wie der Artikel, der zum Gegenlesen kam. Da ist dann noch die Redaktion, die Aenderungen macht oder machen könnte… ;) Zumindest ich habe die Erfahrung schon mehr als einmal gemacht.

    Christian

  8. Bundesrat Leuenberger verkehrt (noch) nicht über sein Blog mit den Bundesratskollegen | tou.ch Says:

    [...] auch: Bundesratsfoto 2009 – Ueli Maurer ganz links aussen, Auch Bundesblogger Leuenberger ärgert sich über SonntagsZeitung, Bundesrat Leuenberger über Blogger und [...]

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